Verlauf

Jain
Jain
Aufgenommen am: Author: Andreas

Die Religion der Jain ist eine recht beeindruckende Form des Hinduismus. Bevor ein Anhänger sich auf den Boden setzt, befreit er den Platz mit einem Besen von kleinst Lebewesen. Teil dieser Religion ist es, keine Lebewesen zu töten. Beispielsweise tragen Anhänger immer einen Mundschutz um Insekten nicht ausversehen zu verschlucken. Allerdings sind die Anhänger dieser Religion in der Mehrzahl überaus wohlhabend und Spenden an ihre Kirche, die das Geld weitergibt an Bedürftige....eine Sache hat mich allerdings zum Denken genracht, der derzeitige Chef der Deutschen Bank, ein Inder, ist dem Namen nach auch ein Jain. Er heisst Anschu Jain......

Dakshineshwar
Dakshineshwar
Aufgenommen am: Author: Andreas

Der hinduistische Tempel Dakshineshwar liegt im norden Kolkatas an einem Seitenarm des Ganges, dem Hoghly. Der Tempelkomplex wurde zwischen 1847 und 1855 erbaut. Wie in anderen Tempeln üblich, muss man die Schuhe vor dem Tempel ausziehen, meistens kann man sie gegen kleines Geld sicher verwahren lassen, allerdings haben wir niemanden dort gefunden der das macht. Also haben wir unsere Schuhe direkt zu irgendwelchen anderen gestellt. Und als wir wieder kamen waren meine Sportschuhe in Größe 48 weg! Zugegebenermaßen war ich auch selber Schuld ;) Die größten Schuhe, die man hier kaufen kann sind Größe 44. Also habe ich danach die größtmöglichen Latschen gekauft, die es in Kolkata gab und freue mich, das jemand Spaß mit seinen überdiemensionalen gut eingelaufenen Nike-Sportschuhen hat...

Kolkata
Kolkata
Aufgenommen am: Author: Andreas

Kolkata, ehemals Kalkutta, von den Engländern als Hauptstadt des britisch Empire zu Kolonialzeiten geplant und für 1 Million Menschen ausgelegt ist mittlerweile eine der am meisten verrufensten Städte Indiens. Im Zentrum leben 2 Millionen Menschen, im Umland noch einmal 12 Millionen. Es heisst, die Stadt sei dreckig, arm und voller Bettler. Das ist sie zum Teil auch, aber es vor allem eine spannende Stadt mit viel Geschichte und von großer kultureller Bedeutung. Die Stadt entwickelt sich rasend weiter, im Osten enstehen neue Stadtteile um große Firmen aus aller Welt nach Kolkata zu führen. Man findet Menschen, für die 8 Rupien (10 cent) viel sind, genauso wie Menschen, die in eine westlich gestaltete Shoppingmall gehen und sich Markenkleidung für 8000 Rupien (100 Euro) das Stück kaufen. Wir hatten übrigens einen Tag lang ein Taxi samt Fahrer. Insgesamt waren es 13 Stunden und der Fahrer hat inklusive viel Trinkgeld und Benzinkosten 1500 Rupien "gekostet".....

Am Strand
Am Strand
Aufgenommen am: Author: Andreas

Am Strand von Mandarmoni habe ich dieses Foto aufgenommen, dass meine Reisebegleitung für dieses Trip zeigt. Wie man auf den ersten Blick sieht, handelt es sich um zwei deutsche ;)

Vorteil ist der, dass beide sowohl Bengali, als auch Deutsch sprechen (neben Russisch und Englisch) und ich so ziemlich viel über kulturelle Unterschiede lernen konnte. Beide leben in Deutschland und kennen also meine Sicht der Dinge, und konnten mir dadurch Vieles erklären, auch wenn ich nachwievor nicht alles an der indischen Mentalität, Kultur und Gesellschaft verstehe und verstehen werde. Trotzdem spannend und die beste Reisebegleitung, die man sich vorstellen kann!

Betteln
Betteln
Aufgenommen am: Author: Andreas

Am Strand von Mandarmoni waren eigentlich nicht viele Menschen. Ein paar indische Touristen, drei deutsche Touristen, Fischer, Händler und eben auch Kinder. Diese kommen dann zu einem und zeigen einem Krabben, die sie gefangen haben in der Hoffnung ein bisschen geld zu bekommen. Für mich war das sehr schwirig, weil diese Kinder auf Bengali zu einem sprechen, was ich natürlich nicht kann. Dank meiner Bengali sprechenden Reisebegleitung habe ich dann rausbekommen, was die Kinder wollen. Obwohl man nie weiß, ob das, was die Kinder erzählen stimmt, oder ob da Banden hinterstecken. Was man machen kann, ist den Kindern für ein paar Rupien Süßigkeiten zu kaufen, und beide Seiten sind irgendwie etwas zufrieden

Fischernetz
Fischernetz
Aufgenommen am: Author: Andreas

Das faszinierende am Strand von Mandarmoni war, dass direkt neben oder besser zwischen den einzelnen Badenden die Fischer ihrer Netze ausgebracht haben. Nicht nur, dass man direkt frischen Fisch essen kann, sondern es legt sich auch ein gewisser Charakter von Arbeit über den ganzen Strand. Es ist aber nichts Negatives, da man schnell merkt, dass die meisten Fischer noch ganz klassisch mit kleinen Holzboten für den Bedarf der Region fischen.....

frischer Fisch
Frischer Fisch
Aufgenommen am: Author: Andreas

Am letzten Wochenende war ich in Mandarmoni, einem Strandort, der nur aus Hotels und Strand besteht. Sogar die Autos fahren bei Ebbe über den Strand zu den Hotels, wenn die Flut kommt, schwappt das Meer bis an den Zaun des Hotels. Dort habe ich frischen Fisch gegessen. Sogenannten Pomfred, das ist eine Art Scholle, nur etwas kleiner. Am morgen von den Fischern gefangen, und mittags dann frischgegrillt in meinem Magen gelandet....

Lernen um des Lernens Willen
Lernen um des Lernens Willen
Aufgenommen am: Author: Andreas

Das Foto ist aufgenommen in einer Schule in der Nähe Kharagpurs, in Belda. Ein Kollege hat mir auf dem Weg zum Haus seiner Eltern seine alte Schule gezeigt, in der er sein Abitur gemacht hat. Das Verhältnis zum Lernen ist ein anderes als in Deutschland. Die Kinder lernen enorm viel und stehen unter einem gewaltigen Druck. Jeder Schueler hat hier Nachhilfe um immer besser zu sein als die anderen und möglichst den sozialen Aufstieg zu schaffen. Dabei geht es vornehmlich um lernen von Fakten und das wiedergeben. Was hier so gut wie gar nicht gelernt und gelehrt wird, ist eigenständiges Arbeiten und das selbständige setzen und erreichen von Zielen.

Auch das ist Indien
Auch das ist Indien
Aufgenommen am: Author: Andreas

Ich habe dieses Bild vor dem Bahnhof in Kharagpur aufgenommen, als ein Kollege seine Bahnfahrkarte umtauschen wollte. Ich war vor lauter Menschen etwas verunsichert, als ich diesen Mann auf dem Boden sitzen sah. Er wirkte recht apatisch und legte sich gerade hin, nachdem ich das Bild "geschossen" habe. Außer mir nahm keiner Notiz von ihm, alle sind so um ihn herum gegangen,,als wenn dort kein Mensch, sondern ein Hindernis wie ein Stein liegt. Trotz allen positiven Eindrücken, die ich schon sammeln konnte, gehört auch die Armut und eine gewisse Gleichgültigkeit zum Leben hier dazu.

Ein Tag am Strand
Ein Tag am Strand
Aufgenommen am: Author: Andreas

Diesmal ohne viele Worte, einfach ein Tag am Strand. In diesem Fall war es in Digha Beach und war um ganz ehrlich zu sein auch nur ein halber Tag....Immerhin, da der Blick auf den indischen Ozean und das Treiben am Strand für die recht mühsame, 3 Stunden dauernde Autofahrt entschädigt mehr als hat.

Strandpromenade
Strandpromenade
Aufgenommen am: Author: Andreas

Auch die Inder mögen es an den Strand zu fahren und dort Urlaub zu machen. Es ist eigentlich fast wie überall sonst auch. Alle laufen an der Strandpromenade rum und spielen im Wasser. Einen richtig ausgeprägten Strand gibt es in Digha Beach nicht, die Händler bauen ihre Stände im Sand auf, sobald es die Gezeiten zulassen. Man kann Kokussnüsse und andere Snacks kaufen. Pferde können geritten oder Erinerungsbilder gemacht werden. Für mich war es jedoch ein zwiespältiger Eindruck, so gerne ich am mehr bin, sieht man eben auch hier Verschmutzung und Armut. Auch wenn alles etwas einfacher ist, konnte ich wieder viele Eindrücke festhalten. Es haben sich auch hier alle gefreut mich zu sehen und waren überaus freundlich zu mir.

Auf den Hund gekommen
Auf den Hund gekommen
Aufgenommen am: Author: Andreas

Als ich mich letzten Sonntag auf den Weg zur Puja-Mall, dem einzigen Einkaufszentrum im europäischen Sinne hier im Großraum Kharagpur gemacht habe, viel mein Augenmerk auf ein paar junge Welpen, die mitten auf der Straße lagen. Nicht das Srassenhunde hier nicht zum Stadtbild dazuzählen, nur waren mir bisher keine Welpen aufgefallen. Sie waren schätzungsweise ein paar Wochen alt. Als ein paar umstehende Jungs gesehen haben, wie ich die Welpen fotografiere, ist einer spontan rübergerannt, hat sich einen Welpen gegriffen und demonstrativ in die Kamera gehalten...

Küche
Küche
Aufgenommen am: Author: Andreas

Auf dem Rückweg von Digha Beach nach Kharagpur haben wir halt bei einem Kollegen aus dem Institut gemacht. Seine Familie lebt in einem kleinen Dorf unweit von Kharagpur. Ich bin der erste Ausländer, der jemals dieses Dorf betreteten hat, was für die Menschen und die Familie des Kollegen unglaublich war. Für mich war es unglaublich zu sehen, wie sich alle freuen, dass ich für eine Stunde zu Besuch gekommen bin. Ich habe, so wie es hier Tradition und Gastfreundschaft ist, gleich etwas zu Essen (selbstgebrabtenen Fisch aus dem eigenen Teich) angeboten bekommen. Sehr lecker, Zubereitet in einer Pfanne mit grünen Chillies und Kurkuma. Das Kochen ansonsten ist eher einfach und wird zumeist unter freiem Himmel erledigt, wie hier. Das ist eine Tante des Kollegen, die gerade Reis brät. Interessanter Weise die einzige Person weit und breit, die nicht gekommen ist um mich zu begutachten...

(Augen)blick
(Augen)blick
Aufgenommen am: Author: Andreas

Als ich am letzten Woche mich auf dem Weg zu einem Supermarkt (der einzige weit und breit) gemacht habe, musste ich mit meinem geliehenem rad etwa 3 km quer durch die Gegend rund um Kharagpur fahren. Den Trip habe ich natuerlich genutzt um fleißig Bilder zu machen. Mir gefällt vor allem dieses Bild, da es den leicht freudig verwunderten Blick der Mneschen hier einfangen, wenn sie mich auf meinem Rad oder zu Fuss außerhalb des Campus sehen. Letztlich sind alle neugierig zu erfahren wo ich herkomme, aber nicht alle trauen sich zu fragen. Viele gucken einfach nur leicht ungläubig und können sich ein Lachen nicht verkneifen.

Schießbude
Schießbude
Aufgenommen am: Author: Andreas

Auf meinem 2 tägigen Trip nach Digha, einem etwa 3 Autostunden von Kharagpur entfernten Badeort, sind mir zwei Sachen aufgefallen. Das Meer hört sich überall gleich an und ein "Badeort" hier ist zwar dasselbe wie in Deutschland, nur er sieht anders aus. Es ist alles indientypisch einfach und auch ein Stück weit improvisiert. Trotzdem aber dreckig und kein Ort zum Urlaub machen im westlichen Sinne. Die Inder baden zwar auch im Meer und spielen mit ihren Kindern im Wasser, die Frauen tragen aber auch beim Baden Hosen und T-Shirts und die abendliche Animation ist eher einfach. Wie auf dem Foto zu sehen, werden Luftballons an eine Wand geheftet, die dann mit einem Luftgewähr abgeschossen werden müssen. Eigentlich ein Stück weit wie in Deutschland, nur mit dem Unterschied, dass die Abfälle des Tages und die zerschossenen Luftballons nicht entsorgt werden, sondern nach Feierabend (um 22 Uhr) einfach vor dem Stand verbrannt werden. Egal ob Plastik, Gummi, oder sonst etwas.