Wie kommt man am besten nach Südnorwegen? Mit der Fähre natürlich! Am besten fährt man von Nordänemark mit der Fähre ab Hirtshals Richtung Norwegen. Die Überfahrt bis nach Kristiansand dauert etwa 3 Stunden und man kann sogar das Auto mitnehmen. Angekommen in Norwegen waren es dann noch 45 Minuten Autofahrt auf der E39 Richtung Stavanger bevor wir in unsere kleine Ferienhütte in Tregde direkt am Fjord eingezogen sind.
Für einen Inder, der das erste Mal in seinem leben am Deich ist, wird nicht sofort klar, was diese übderdachten Bänke am Deich genau sind. Jedoch fiel vor allem die grelle, rote Farbe auf und so mussten schnell Fotos vom Inder in diesem merkwürdigen Gebilde gemacht werden. Danach kam die Erklärung, dass es ein Strandkorb ist und wofür dieser gut ist...ein Schmunzeln konnte er sich trotzdem nicht verkneifen.
Nachdem ich meinem Kollegen Deich und Schafe gezeigt habe, musste ich natürlich, um das Wochenende abzurunden, ihm ebenfalls das Wattenmeer zeigen. In St. Peter Ording war als wir da waren auch gerade Ebbe. Wir mussten zwar weit laufen, was so ein Inder nicht freiwillig macht (man merkt es daran, dass er fragt, warum es Deutschland eigentlich keine Rikschas gibt), aber der Ausflug hat sich wirklich gelohnt. Ich hatte natürlich Sonnenbrand; Probeleme, die so ein Inder nicht hat....
Was muss ein Inder, der das erste Mal in seinem Leben in Deutschland ist, zwingend gesehen haben? Einige würde jetzt sagen, Berlin oder die Alpen. Ich habe mich dafür entschieden ihm Deiche und das Wattenmeer zu zeigen. Lediglich ein paar Schafe waren außer uns noch da. Für meinen indischen Kollegen war besonders die Ruhe, so ganz ohne Menschen Lärm beeindruckend. Und Strandkörbe, hatte er vorher noch nie gesehen....
Auf der Suche nach Sherlock Holmes Haus, das auch in der Serie Sherlock mit Benedict Cumberbatch zu sehen ist, bin ich ein wenig durch London geirrt. Mein Plan war mit, sich anhand fester Stadpläne, die immer im Umkreis von 500 m an den Straßen zu finden sind, zu orientieren. Das hat nicht ganz so gut geklappt wie gedacht. Immerhin habe ich das Haus dank der mehrfachen Wegbeschreibungen Einheimischer gefunden. Das Foto hier ist allerdings nicht das Haus, sondern, die Subway Station, von der aus ich zurück gefahren bin (bevor ich mich noch einmal verlaufe). Sicher ist sicher...
An meinem ersten Abend in London, im Sommer 2013 bin ich einfach ein bisschen durch London gelaufen und habe alles fotografiert, was mir so aufgefallen ist. Besonders fasziniert hat mich diese alte, klassische Reklame eines Theaters auf der Bakerstreet...
Ich habe während der Konferenz, an der ich letzten Sommer in London teilgenommen habe, eiinige Abende dazu genutzt photographieren zu gehen. Einen haben habe ich mir nichts weiter vorgenommen als das rege Treiben am Piccadilly Circus zu beobachten. Mich haben die schieren Menschenmassen am späten Abend beeindruckt, die alle nur da waren um sich, genau wie ich, umzuschauen und Fotos zu machen.....
In Kolkata gibt es eine Bahnlinie, die einmal rund um die Innenstadt fährt, ähnlich der Circle Line in London, nur eben überirdisch. Sie ist zu den Zeiten der Rushhour morgens und abends das einzig schnelle Verkehrsmittel um in Kolkata voran zu kommen. Aber leider ist diese dann auch immer mehr als voll....Indientypisch wird jeder freie Raum genutzt, in diesem Fall zwar nur um zu warten. Das Foto habe ich am Mileniumpark am Hooghly (Seitenarm des Ganges), nahe der bekannten Parkstreet aufgenommen. Von dort aus legen auch Fähren ab, mit denen man auf die westliche Seite der Stadt, beispielsweise zur Howrah Station kommt.
Der Milchmann. Etwas das ich nur aus den Erzählungen meiner Eltern oder Großeltern kenne. Er fährt herum und bringt morgens frische Milch. Ziemlich simpel eigentlich und doch führt er einem vor Augen, wie groß trotz des technischen Stands in Indien (z.B. die digitale Infrastruktur), der Unterschied in anderen Entwicklungsstadien der Wirtschaft und Gesellschaft verglichen mit dem eurupäischen noch ist. Nicht nur deswegen, aber auch wegen der morgendlichen Verschlafenheit (zwar war es schon 9 Uhr, aber es war trotzdem sehr wenig los) und wegen des MIlchmanns entwickelte der Stadteil Salt Lake in Kolkata seinen ganz eigenen Charme.
Warten auf den großen Augenblick, den Beginn des Kennen-Lernen-Rituals am 1. Tag der Hochzeit. Während sich am ersten Tag alles um die Braut dreht, muss der Bräutigam genauso den ganzen Tag Gäste empfangen und warten, dass es losgeht. Auf der Hochzeit, zu der ich eingeladen war, wirkte es ungleich verteilt, wie sich die Gäste der Braut widmeten, während der Bräutigam eher Abseits saß und ihm weniger Aufmekrsamkeit zuteil wurde....Trotzdem wird auch er gefilmt und fotografiert was das Zeug hält.....
Die Braut (hier meine ehemalige Kollegin Susnata) steht am ersten Tag der Hochzeit besonders im Fokus. Sie darf, nein eigentlich muss, den ganzen Tag in einem Raum sitzen, Gäste empfangen und Geschenke entgegen nehmen. Nun könnte man sagen, es gibt Schlimmeres, allerdings darf sie bis zur Zeremonie, bei der sie erstmalig ihren zukünftigen Ehemann sieht (meistens am späten Abend) Nichts essen. Außerdem trägt sie viel Kleidung, Blumenschmuck und sehr viel Gold. Es ist also durchaus ein physisch anstrengender Tag, zumal es in Indien nicht gerade kalt ist. Ganz zu schweigen von der mentalen Seite so einer Hochzeit....
Das ist Susnata (die Kollegin im Institut, die mich zur Hochzeit eingeladen hat...) mit ihrer Mutter am ersten Tag der Hochzeit. Als ich mit meinen Kollegen bei der Hochzeit angekommen bin, wir hatten etwa 45 min Autofahrt in einem kleinen Kleinbus! mit 9 Insassen hinter uns, sind wir zu der Braut gegangen. Diese saß in einem Raum und hat Geschenke entegengenommen, den ganzen Tag lang! Wir sind gebeten worden uns zu ihr in den Raum zu setzen und ein bißchen Zeit mit ihr zu verbringen. Das gehört sich so, da wir als Kollegen vergleichsweise wichtig für sie bzw. ihr Umfeld sind....
Während meiner Zeit in Indien bin ich auf insgesamt drei Hochzeiten gewesen. Ich muss dazu sagen, dass ich auf zwei Hochzeiten gar nicht eingeladen war, und eher zufällig vorbeilief und dann eingeladen worden bin teilzunehmen. Als großer weißer (deutscher) war ich automatisch der Ehrengast. Insgesamt dauert so eine Hochzeit in der Regel drei Tage, und folgt ganz bestimmten Ritualen. Ich war jeweils beim 1. Tag anwesend, der von den Brauteltern ausgerichtet wird. Das hier gezeigte Foto zeigt einen Teil des "Kennen lernen" Rituals auf der Hochzeit von Susnata. Sie war eine Kollegin aus dem Institut und hat zufällig geheiratet, während ich da war und mich eingeladen. Also bin ich mit ein paar Institutskollegen hin und habe an der Feier teilgenommen. Allein an dem ersten Tag waren etwa 500 Leute eingeladen!
Dieses Zitat stammt von dem frz. Schriftsteller Georges Duhamel und passt zu dem Foto, das ich nach einem langen Tag in und auf den Straßen Kolkatas gemacht habe. Wie sich jeder denken kann, sind es nicht meine Füße, die ich da auf die Speicherkarte gebannt habe. Sie zeigen aber eindrucksvoll, was passiert, wenn man in Sandalen (ohne Socken) durch Kolkata läuft und Eindrücke sammelt, genauso wie den Dreck an den Füßen.