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The Loop: Etappe 3 - der wohl schönste Abschnitt der Tour
The Loop: Etappe 3 - der wohl schönste Abschnitt der Tour
Auf dem Weg nach Du Già, Hà Giang, 2019-04-19 Author: Andreas | Blende: f/4.0 | Belichtungszeit: 1/4000

Die dritte Etappe sollte mit einer Strecke von 110 km (inklusive eines Abstechers in ein kleines Tal mit Fluss), die mit Abstand anstrengendste aber auch schönste Etappe werden. Gestarte in Đồng Văn ging es zunäcjhst in Richtung des Ma Pi Leng Pass, der wirklich atemberaubend war. Zum einen wegen der Landschaft, zum anderen wegen der Straßen, die zwar gut waren, es aber zu mindestens einer Seite immer steil mehrere hundert Meter bergab ging. Da wir noch einen Abstecher in ein kleines Tal geplant hatten, waren wir doch recht lange unterwegs und kurz hinter Mèo Vạc waren die Straßen recht schlecht, die Mittagssonne knallte und wir mussten oft Pause im Schatten machen, denn es war einfach fordernd. Aus dem Staunen kamen wir trotzdem nicht raus...

The Loop: Etappe 2 - Was isst man denn so?
The Loop: Etappe 2 - Was isst man denn so?
Dong Van, Ha Giang, 2019-04-19 Author: Andreas | Blende: f/3.2 | Belichtungszeit: 1/60

Nachdem die zweite Etappe mit der Fahrt durch das satte grün der Reisfelder begann und sich dann zunhemends auf atemberaubende Pässe in Richtung Dong Van verlagerte, machten wir regelmäßige Pausen um Nahrung zu uns zu nehmen. Während mein Standard Frühstück eine Pho am Strassenrand um 10:30 Uhr nach einigen gefahrenen Kilometern war, begnügten wir uns zur späteren Mittagszeit zumeist mit einem Snack in irgendeinem kleinen Restaurant. Abends hingegen aßen wir zumeist recht fürstlich in einem kleinen Restaurant in unserem Etappenziel um dann auf dem Weg zur Unterkunft noch an einem kleinen Stand Halt zu machen und etwas frisch Gegrilltes zu essen. So wie bei diesem hier, auch wenn wir hier nichts aßen, gibts immer irgendwas mit Chicken. Und wenn es Chicken nicht gibt, ist es Pork. In diesem Fall gut zu erkennen. Genauso wie der Stolz des Grill-Inhabers. Komischerweise haben wir auf der Reise durch die nördlichste Provinz Vietnams, Ha Giang, kaum Schweine gesehen. Wo das Fleisch herkommt erschloss sich uns nicht....

The Loop: Etappe 2 - Vor dem Massenansturm
The Loop: Etappe 2 - Vor dem Massenansturm
QL4C kurz hinter Yen Minh, Ha Giang, 2019-04-18 Author: Andreas | Blende: f/8.0 | Belichtungszeit: 1/400

Los geht es auf die zweite Etappe des Loop, 85 km zum nächsten Ziel in Dong Van. Erstaunlicherweise habe ich meinen Hexenschuss vom Vorabend dank der vietnamesischen Tahmassage erstaunlich gut überstanden, und kann mich schmerzfrei auf den Motorroller setzen. Die Landschaft ist bei strahlendem Sonnenschein unmittelbar nach Verlassen Yen Minhs atemberaubend, wir fahren durch ein Tal mit Reisfeldern und kleinen Dörfern, dazu begeisterte Blicke kleiner Kinder. Alle rufen hello und wollen, dass man im Vorbeifahren abklatscht. Obwohl rollerfahrende Rucksack-Touristen hier nicht (mehr) ungewöhnlich sind. Liegt wohl an meiner Größe. In den etwas größeren Orten stehen neben kleinen Hütten, die oft zur Straße hin alles mögliche verkaufen und den kleinen Restaurants mit Plastikstühlen auf denen man sitzend eine Pho oder ein Ban My isst, zunehmend Neubauten kleiner Hotels und Homestays. Alle haben sich auf die Rucksack-Touristen vorbereitet, die wohl mehr werden auf dem Loop. Und dann werden bald die organisierten Bustouren mit den großen meist asiatischen Reisegruppen kommen.

The Loop: Etappe 1 - Hexenschuss
The Loop: Etappe 1 - Hexenschuss
Yen Minh, Ha Giang, 2019-04-17 Author: Andreas | Blende: f/5.6 | Belichtungszeit: 1/300

Nachdem wir die ersten 100 km von Ha Giang nach Yen Minh auf unserer The Loop Tour gemeistert hatten, bezogen wir am späten Nachmittag unser Hotel. Ich war ziemlich müde, denn die erste Etappe hatte mit der Aufregung rund um die vermeintliche Polizeikontrolle, das schlechte Wetter und die technischen Probleme an meinem Motorroller begonnen. Auch oder vielleicht gerade weil sich unterwegs trotzdem schnell die Begeisterung einstellte, war ich nun am Ende dieser Etappe so müde, dass ich kurz im Hotelbett, bevor wir abends zum Essen raus gehen wolten, einschlief. Ich bin dann 20 min später mit einem stechenden Schmerz im Rücken aufgewacht. Scheiße! Hexenschuss! Zwar hatte ich entsprechende Schmerzmittel für den Notfall dabei, aber meine Unbeweglichkeit wegen der Schmerzen war schon so groß, dass ich mir nicht vorstellen konnte, am nächsten Tag wieder Roller zu fahren. Zum Glück hatte Jan bemerkt, dass es gegenüber des Hotels vietnamesische Massagen gibt. Ich mich also über die Straße geschleppt und mit dem Google-Translater erklärt, massive Rückenschmerzen zu haben. Mir wurde dann ein "Doktor" präsentiert, der mich 45 min (für 4 €) massierte. Und ich konnte danach auch tatsächlich wieder fast schmerzfrei laufen! Glaube allerdings nicht, dass es ein Doktor war, denn Jan - wo er schonmal da war - gönnte sich auch eine Massage, die, wie sich zeitgleich zeigen sollte, dieselbe wie meine war. Aber egal, die Reise konnte am nächsten Morgen weitergehen!

The Loop: Etappe 1- 25 km/h
The Loop: Etappe 1- 25 km/h
QL4C kurz vor Yen Minh, Ha Giang, 2019-04-17 Author: Andreas | Blende: f/5.6 | Belichtungszeit: 1/340

Auf dem Weg zu unserem ersten Etappenziel, dem kleinen Ort Yen Minh (100 km auf der QL4C von Ha Ginag), sind wir zum Teil durch kleine Dörfer in den Tälern gefahren, wo ausser ein paar Menschen in den Häusern und auf der Straße niemand anzutreffen war. Und diversen Tieren. Im Vergleich zum hektischen Treiben in Hanoi und den vielen Backpackertouristen, die den Weg in den Norden des Landes (zum Wandern, zum Motorroller fahren,...) aufsichgenommen und wir getroffen haben, wirkt diese erste Etappe geradezu entschleunigend. Die Konzentration auf das Roller fahren, das Genießen der Landschaft mit sagnehaften 25 km/h ist ideal um abzuschalten und zu genießen.

The Loop: Etappe 1- Mieses Wetter und technische Probleme
The Loop: Etappe 1- Mieses Wetter und technische Probleme
QL4C, Fairy Mountain bei Quan Ba, Ha Giang, 2019-04-17 Author: Andreas | Blende: f/5.6 | Belichtungszeit: 1/350

Nach unserem Start in Hà Giang beschäftigte uns zunächst nur das Umgehen der Polizeikontrolle, sodass wir gar nicht so richtig realisierten, wie schlecht das Wetter ist. Als wir über den ersten Pass (Bac Sum Pass) fuhren, waren es nur 15° Celsius, dicker Nebel und Nieselregen. Sehr ungemütlich. Außerdem hat man von der vermeintlich beeindruckenden Berglandschaft mal gar nichts gesehen. Dazu kam dann noch, dass mein Motorroller nur sporadisch ansprang (Morgens ging es problemlos...). Blöd, denn auf einer 400 km vier-Tages-Tour kann der ja nicht die ganze Zeit anbleiben. Sind dann im ersten größeren Ort nach unserem Start (Quan Ba) angehalten und haben bei einem kleine Motorrollerhändler angehalten. Der Mechanik dort freute sich, die internationale Sprache aus wildem Handgefuchtel und ein dummes Gesicht machen funktionierte und hat ihm zu verstehen gegeben, dass wir technische Probleme haben. Nachdem er Kontaktspray auf den Starter machte und uns auf die falsche Verkabelung hinwies (normalerweise zieht man die linke Bremse zum Starten, beim meinem Scooter musste man aber die Rechte ziehen, warum sprang der dann morgens an???) ging mein Motorroller zuverlässig an. Äußerst gut gelaunt fuhren wir los, die nächsten Serpentinenstrassen warteten auf uns und nach und nach zog der Himmel auf und die Sonne kam raus.

The Loop: Etappe 1 - Kilometer 21
The Loop: Etappe 1 - Kilometer 21
QL4C, 21 km nördlich von Ha Giang, 2019-04-17 Author: Andreas | Blende: f/3.6 | Belichtungszeit: 1/80

Nach unserer in Ankunft in Hà Giang galt es das eigentliche Highlight der Reise vorzubereiten. Genauer gesagt, Motorroller zu mieten, damit wir am nächsten morgen auf unsere 4-tägige Tour durch die Berge der nördlichsten Provinz Vietnams starten konnten. Auf der Busfahrt nach Hà Giang haben uns so ein paar Deutsche fast verrückt gemacht, weil sie meinten wir bräuchten zwingend einen Internationalen Führerschein zum Mieten der Roller. Da wir natuerlich Planungsweltmeister (Achtung Ironie!) sind, hatten wir das nicht auf dem Schirm und keine dabei (weil gar nicht beantragt). Wir also schon am Ausreden überlegen, um doch die Motorroller leihen zu dürfen und nach Alternativen für den Fall der Fälle gesucht (Motorroller + Fahrer mieten? uncool). Sind dann beim Anmieten in unserem Hostel nicht einmal gefragt worden, ob wir einen Führerschein haben! Denen war es völlig egal! Nur der Polizei nicht, die jeden Morgen bei Kilometer 19 nördlich von Hà Giang auf der QL4C die Touristen kontrolliert, ab 7:30 Uhr. Also gab unser Hostel uns den freundlichen Tipp, doch einfach um 6:30 Uhr aufzubrechen, dann kommt man locker an der Polizeistation vorbei. Die haben nämlich auch keinen Bock schon zu früh zu arbeiten (sympathisch)...Bei Kilometer 21 haben wir dann unseren ersten Stop gemacht und uns für unsere Schlitzohrigkeit gefeiert!

Hanoi im Schnelldurchgang (und dann ab in die Berge)
Hanoi im Schnelldurchgang (und dann ab in die Berge)
Literaturtempel, Hanoi, 2019-04-15 Author: Andreas | Blende: f/5.6 | Belichtungszeit: 1/60

Sightseeing bei 26 Grad Celsius und Nieselregen. Geht eigentlich ganz gut, wenngleich es etwas diesig war. Leider war die alte Zitadelle (wie jeden Montag - Planung ist alles....) geschlossen. Aber der Literaturtempel (Văn Miếu-Quốc Tử Giám, 1070 erbaut) hatte auf, viel Schüler waren klassenweise dort um ihren Abschluss zu feiern. Ein spannendes Schauspiel und Tradition in Hanoi zugleich (sagt der Reiseführer). Dann weiter Richtung Frenchquarter, wo das eigentliche Highlight wartete: Jan hat am Straßenrand, im Schatten eines sehr alten Baumes den Bart gestutzt bekommen. Von einem sichtlich erfreuten Vietnamesen mit dem wir ein bisschen Small Talk versucht haben (Englische Sprache und so...germany, autobahn, how tall are you, europe), das Übliche. Dann zurück ins Old quarter. Und noch ein Mal schlafen in Hanoi (schlecht geschlafen) und früh am Folgetag mit dem VIP Minivan (9 sitze, 7 komfortabel) und 6 Stunden fahrt in die Berge in die Provinz Ha Giang. Endlich! Denn der Loop ruft!

chaotisch kreatives Gewusel
Chaotisch kreatives Gewusel
Old Quarter, Hanoi, 2019-04-15 Author: Andreas | Blende: f/3.6 | Belichtungszeit: 1/110

Was ich im Vorfeld so alles über Hanoi, diese 8-Millionen-Stadt im Norden Vietnams alles gelesen habe: "Hanoi, das kreative Chaos", "Hanoi ist ein Labyrinth", "Hanoi ist bunt, schnell und manchmal skurril". Und immer wieder wird geschrieben, man "kann sich verirren und an Hanoi verzweifeln". Und was stimmt nun? Es ist wuselig, es ist voll und chaotisch, teilweise hektisch. Und trotzdem überaus spannend und chramant. Trotz der vielen Touristen sind alle freundlich und immer wieder voller Neugierde wo man herkommt (und wie groß man ist...). Gerade im Vergleich zu Bangkok, das ich zwar als modern und ebenso kreativ empfunden habe, ich es aber letztlich einfach nur anstrengend fand, hat Hanoi ein eigenes Tempo, eine eigenes Bild, das mir trotz der kurzen zweieinhalb Tage dort, äußerst gut gefallen hat und mir positiv in Erinnerung bleiben wird. Achso, das Hanoi skurril ist, kann ich ebenfalls bestätigen....

Mittendrin im Gewusel
Mittendrin im Gewusel
Old Quarter, Hanoi, 2019-04-14 Author: Andreas | Blende: f/2.8 | Belichtungszeit: 1/55

Nun geht es los in Hanoi, Flug von Bangkok super, Fahrt vom Flughafen per Taxi in die Innenstadt. Je näher man der Altstadt Hanois kommt, desto wuseliger wird es. Die letzten Meter zur Unterkunft müssen zu Fuß zurück gelegt werden. Wir sind mittendrin! Touristen und Einheimische genießen den Abend, Essen, Trinken, Reden und Feiern.  Unser Home Stay (Annas Homestay in der ) liegt izwar Mittendrin in der Altstadt, aber m Hinter-Hinterhaus. Ein bisschen creepy....Nur eben durch einen 150 m langen dunklen, schmalen Gang, dann links, dann rechts die Teppe hoch, nochmal links. Und dann ist man da! Schnell wieder raus und noch ein Bier trinken. Typisch Hanoi ist das Bia Hoi. Straßenverkäufer verkaufen Selbstgebrautes für etwa 5000 Dong (umgerechnet 20 Cent) an jeder Straßenecke. Man bestellt einfach eines (oder zwei, oder...) setzt sich auf äußerst kleine Plastikstühle und schaut dem Treiben zu.

Bis zum nördlichsten Punkt Vietnams
Bis zum nördlichsten Punkt Vietnams
Lung Cu, Provinz Ha Giang, 2019-04-18 Author: Andreas | Blende: f/8.0 | Belichtungszeit: 1/400

15 Tage Vietnam. Von Hanoi bis zum nördlichsten Punkt Vietnams, Cột Cờ Lũng Cú. 400 km mit dem Motorroller durch die Bergprovinz Ha Giang. Touristisch in der Ha Long Bucht. Und die schönste Altstadt Vietnams in Hoi An, bezauberndes UNESCO Weltkulturerbe und gleichermassen hoffnungslos überlaufen. Ein Land, das sich mir im Wandel hin zum wirtschaltlichen Aufschwung und dem Massentourismus präsentiert hat. Und trotzdem noch viele landestypische, nicht-touristische Eindrücke beim genaueren Hinsehen offenbart hat....bald mehr dazu!

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